„Madhyamaka, die Weisheit des mittleren Weges“
Studienprogramm Buddhistische Grundlagen mit Khenpo Samdrub Rinpoche zu Nāgārjunas Madhyamaka Lehre

Do. 26. Februar – bis So. 1. März 2026
Madhyamaka (Sanskrit für »Mittlerer Weg«) ist die Bezeichnung einer Philosophenschule des Mahāyāna-Buddhismus. Sie wurde vom indischen Philosophen Nāgārjuna gegründet, der im 2. Jahrhundert lebte. Im Zentrum der Madhyamaka-Philosophie steht die Lehre von der »Leerheit« (Skt. śūnyatā), d. h. die Abwesenheit eines beständigen, wahrhaft existenten Wesenskerns.
»Nicht aus sich selbst, nicht aus einem anderen, nicht aus beidem, und nicht ohne Ursache sind irgendwelche Dinge irgendwo und irgendwann entstanden«, lehrt Nāgārjuna im 1. Kapitel seiner »Grundlegenden Verse des Mittleren Weges« (Mūlamadhyamakakārikā – MMK).
Dieses Studienprogramm wird uns die Madhyamaka Lehre Nagarjunas anhand seines Kernwerkes „Die Mūlamadhyamakakārikās (MMK)“ näher bringen. Die MMK sind einer der wichtigsten Texte in der Madhyamaka-Schule der Mahāyāna Tradition. Sie verwenden Argumente, um zu zeigen, dass alle Phänomene (dharmas) frei von einem Eigenwesen, oder inhärente Existenz (svabhava), sind. Die MMK sind weithin eine der einflussreichsten und am meisten studierten Texte in der Geschichte der buddhistischen Philosophie. Im Studium zur „Lehre des Mittleren Weges“ (madhyamaka) gehören sie zu den wichtigsten Lehrtexten.
Wir werden in diesem Seminar mit dem Text beginnen und in den nächsten Folgeseminaren den Text mit Khenpo Rinpoche durchgehen.
Khenpo Rinpoche Samdrup wurde 1975 in der Region Kham, Ost-Tibet, geboren. Im Jahr 1986 trat er in das Dhong Tshang Kloster ein (eng verbunden mit Dongsang Shabdrung Rinpoche). Bis 1993 bekam er seine Grundausbildung in tibetischer Literatur und machte diverse Retreats. Danach erhielt er von Luding Khenchen Rinpoche die vollständigen Pfad- und Fruchtbelehrungen gemäß der Sakya Tradition. 1994, nachdem er ins Exil gekommen war, trat er in die Dzongsar Shedra ein, und im Jahr 2003 schloss er sein gesamtes Studium in Philosophie und Vajrayana dort ab. Während der Winterpausen erhielt er viele wichtige Belehrungen und Unterweisungen sowohl von Seiner Heiligkeit Sakya Trizin als auch von Dagchen Rinpoche. Bei Luding Khenchen Rinpoche legte er 2005 sein höheres Mönchsgelübde ab und wurde voll ordinierter Mönch. Von 1999 bis 2001 diente er selbst als Lehrer für tibetische Literaturwissenschaft an der Shedra. Anschließend war er zwei Jahre als Revisionslehrer tätig. Seit 2004 ist er vollwertiger Lehrer an der Shedra. Seinen Khenpo-Titel erhielt er im Jahr 2008 von Seiner Heiligkeit Sakya Trizin und 2016 wurde er von Dzongsar Khyentse Rinpoche zum Leiter der Dzongsar Shedra ernannt.
